Unser Tipp: Sieg Boston Celtics

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Das Erstrundenduell zwischen den Boston Celtics und den Indiana Pacers war das Einzige, welches bereits vor dem letzten Spieltag feststand. Dementsprechend früh standen auch schon die Platzierungen beider Teams fest, für die die reguläre Saison letztlich unterschiedlich zu bewerten ist. Doch alles was in den letzten Wochen und Monaten passierte, spielt nun keine Rolle mehr, werden die Karten in den Playoffs neu gemischt und hoffen natürlich beide Teams eine Runde weiter zu kommen.

Der Blick auf die direkten Duelle in der regulären Saison verrät, dass die Celtics ein wenig die Nase vorn hatten. Die Pacers gewannen zwar das erste Spiel Anfang November, mit 102-101, doch sie benötigten dafür einen Buzzer-Beater von Victor Oladipo. Im zweiten Aufeinandertreffen, Anfang Januar, konnte der Matchwinner des ersten Spiels dann nicht überzeugen. Boston begann das Spiel stark, dominierte über die komplette Partie hinweg und entschied das Spiel letztlich dank ausgeglichener Mannschaftsleistung mit 135-108.

Die Spiele Nummer 3 und 4 fanden dann alle innerhalb der letzten zwei Saisonwochen statt. Ende März trafen die Teams in Boston aufeinander und Boston setzte sich erneut durch. Die Pacers traten allerdings bekanntermaßen ohne Victor Oladipo an, der sich während der Saison verletzte und auch in den Playoffs nicht mehr spielen wird. Trotz seines Fehlens brauchten diesmal die Celtics einen Korb in der letzten Sekunde. Kyrie Irvings Korbleger sorgte für die 114-112 Entscheidung zu Gunsten der Celtics.

Eine Woche später kam es dann zu Duell Nummer 4, welches die Celtics nicht nur dazu nutzten, sich den vierten Platz zu sichern, sondern auch um die Pacers erneut zu besiegen. Das 117-97 war erneut deutlich und unterstrich, warum die Celtics in dieser Serie der Favorit sind. Die Celtics spielten zwar nicht die erhoffte, starke Saison, allerdings sind die deutlich besser besetzt und da Oladipo auf Seiten der Pacers ausfällt, fehlt den Pacers der wichtigste Spieler.

Der genauere Blick auf beide Teams wird die Favoritenstellung der Celtics zwar unterstreichen, allerdings auch aufzeigen, dass die Pacers nicht komplett chancenlos sind, spielten sie besser, als man es ihnen vor allem nach der Oladipo-Verletzung zugetraut hätte.

Situation Boston Celtics (4. Platz: 49 Siege – 33 Niederlagen)

Die Boston Celtics starteten mit jeder Menge Vorschusslorbeeren und einer Menge Hoffnung in diese Saison. So erreichten sie in der Saison 2017-18 nicht nur den 2. Platz in der regulären Saison, sondern kämpften sich auch in den Playoffs bis in die Conference Finals, obwohl Kyrie Irving und Gordon Hayward verletzt fehlten. Am Ende fehlte es ihnen an Erfahrung, so dass sie sich hier gegen die Cavs mit 3-4 geschlagen geben mussten.

Da Irving und Hayward aber über den Sommer wieder fit wurden und der Kern des jungen Teams zusammengehalten werden konnte, waren die Erwartungen groß und Boston war vor der Saison eigentlich der größte Favorit auf den Gewinn der Eastern Conference. Zwar gab es ein paar Fragezeichen hinter Irving, Hayward und Co., doch Coach Stevens wurde zugetraut das Team zu führen und auch die Teamchemie schien nach dem erfolgreichen letzten Jahr kein Problem zu werden.

Der Beginn der Saison verlief dann aber nicht ganz so gut. In den ersten vier Spielen gab es gleich zwei Niederlagen und nach einem Monat stand man mit einer Bilanz von 10-10 nicht in der Spitzengruppe der Eastern Conference. Die Rollenverteilung war nicht klar, Hayward lieferte nicht ab und insgesamt waren die individuellen Leistungen der Celtics alles andere als zufriedenstellend. Es schien also klar, dass auf Irving, Coach Stevens und Co. eine Saison mit einer Menge arbeitet wartete.

Dank eines einfachen Programms folgten in der Folgezeit acht Siege am Stück, die die Celtics tabellarisch in eine gute Position brachten. Doch häufig war es die individuelle Klasse, durch die die Celtics die Spiele gewinnen konnten. Offensiv lief es also etwas besser, doch defensiv gab es immer noch Probleme und die Tatsache, dass die Gegner nicht besonders stark waren, ließ keinen wirklichen Schluss auf die Leistungsfähigkeit der Celtics zu.

In der Folgezeit ging es auch nicht so stark weiter und obwohl es immer wieder kleinere Siegesserien gab, reihten sich auch einige Pleitenserien aneinander. Hayward verlor über die Saison seinen Starting Five Platz, Irving wurden Leader-Qualitäten von seinem Team abgesprochen und die jungen Spieler schienen weiterhin Probleme zu haben, ihre Rolle hinter bzw. neben Irving und Hayward zu finden.

Auch bis zum Ende der Saison waren die Probleme nicht beseitigt, doch es gab einige Top-Spiele, wie zum Beispiel gegen die Raptors, Thunder, Sixers oder Warriors, in denen die Celtics zeigten, was sie draufhaben, so dass ihnen durchaus eine Leistungssteigerung in den Playoffs zuzutrauen ist. Trotzdem bleiben einige Zweifel und die Celtics müssen diese in Runde 1 versuchen abzulegen, vor allem da nun bekannt wurde, dass Marcus Smart verletzt ist und bis zu zwei Runden verpassen könnte.

Situation Indiana Pacers (5. Platz: 47 Siege – 34 Niederlagen)

Fraglos gehören die Indiana Pacers zu den Überraschungsteams der Saison 2018-19. Zwar gingen sie dank Victor Oladipo mit einem All-Star, der eine herausragende Saison spielte, in die neue Spielzeit, doch wirklich viel zugetraut hatte man ihnen vor der Saison trotzdem nicht. Dabei sorgten sie bereits in den Playoffs 2018 fast für eine Überraschung, da sie die späteren Eastern Conference-Sieger, die Cleveland Cavaliers, in der ersten Runde an den Rande einer Niederlage brachten und insgesamt nur 3-4 verloren.

Während die Pacers aufgrund des erfolgreichen Vorjahres also durchaus motiviert und vor allem selbstbewusst in die Saison gingen, waren die anhaltend guten Ergebnisse trotzdem so nicht zu erwarten. Woche für Woche fuhren sie Siege ein und bis Ende Januar verloren sie nur dreimal zwei Spiele in Folge, ansonsten konnten sie auf jede Pleite mit einem Sieg antworten. Leider verletzte sich dann jedoch Victor Oladipo schwer und kurzzeitig kippte die Stimmung in Indiana.

Oladipo legte bis dahin zwar nicht ganz die Statistiken der Vorsaison auf, doch fraglos war er der Anführer der Pacers. Nach seiner Verletzung gab es dann die erste vier Spiele andauernde Niederlagen-Serie von Indiana und plötzlich waren sich alle Experten sicher, dass Indiana nun einbrechen würde. Die Pacers begegneten diesen Zweifeln jedoch mit sechs Siegen in Folge und acht Siegen aus neun Spielen. Dabei profitierten sie zwar auch von einem dankbaren Programm, trotzdem überraschten sie damit auch.

Nach der All-Star Pause kehrte dann allerdings die Realität ein. 14 von 23 Spielen gingen verloren, der sicher geglaubte 3. Platz wurde verschenkt und immer wieder ließen die Pacers offensiv, wie defensiv die nötige Sicherheit vermissen. Dazu kommt, dass sie zehn der letzten zwölf Auswärtsspiele verloren und damit sicherlich nicht das größte Selbstvertrauen mit zu den ersten beiden Spielen nach Boston bringen.

Trotz allem überzeugte Indiana im Laufe der Saison sorgte für die eine oder andere Überraschung. Spieler wie Bogdanovic, Sabonis, Turner, Young, Collison oder die Neuzugänge Evans und Matthews spielten stark verbessert bzw. kannten ihre Rolle, so dass die Pacers einige Kritiker überraschten. Abschreiben darf man sie im Duell mit den Celtics nicht, doch die Favoritenrolle liegt aufgrund des Ausfalls von Oladipo bei den Celtics.

X-Faktor: Gordon Hayward

Gordon Hayward ist der offensichtliche Pick für den X-Faktor. Warum lässt sich an den Statistiken ganz gut erkennen. Hayward machte in dieser Saison 72 Spiele, von denen die Celtics 44 gewinnen konnten. In diesen 44 Spielen legte er 13,2 Punkte, bei einer Quote von 52,3% auf. In den 28 Niederlagen kam Hayward aber gar nicht zurecht. Er traf nur 37% seiner Würfe und erzielte magere 8,7 Punkte.

Sein Saisonschnitt liegt bei 11,5 Punkten, was natürlich nicht mit den Bestwerten aus Utah vergleichbar ist. Als klare Scoring-Option Nummer 1, legte er in seiner letzten Saison bei den Jazz 21,9 Punkte auf und war ein ganz anderer Spieler als in Boston. Natürlich verlor er durch seine Verletzung eine Menge Athletik, doch natürlich hatte er auch nicht so viele großartige Mitspieler, die ebenfalls eine Menge Würfe brauchen.

Dass der mittlerweile 29-jährige noch nicht wieder der alte ist, merkte man auch in dieser Saison. Häufig fehlte ihm der schnelle erste Schritt, gerade zu Beginn zögerte er in einige Situationen und insgesamt waren Schnelligkeit und Spritzigkeit nicht auf dem erhofften Level. Ihm selbst ist sicher kein Vorwurf zu machen, trotzdem hoffen die Celtics natürlich, dass er die zuletzt besser werdende Form auch in den Playoffs zeigen kann.

In zwölf der letzten dreizehn Spiele scorte er zweistellig und die Celtics gewannen neun dieser dreizehn Spiele. Er übertraf das 30-Punkte-Plateau und zweimal das 20-Punkte-Plateau und so scheint klar, dass die Celtics mit einem starken Hayward ein deutlich besseres Team sind. Daher kann er in dieser Serie ganz schnell zum entscheidenden Mann werden.

Boston Celtics – Indiana Pacers Serien-Tipp

Die Ergebnisse der regulären Saison lassen erahnen, dass die Celtics der Favorit sind und dass sie aufgrund der größeren individuellen Klasse die Serie gewinnen können sollten. Allerdings wird die Serie alles andere als ein Selbstläufer, da Boston personell ein paar Probleme hat. Sicherlich wurden zuletzt auch einige Spieler geschont und deswegen auf die Injury-List gesetzt, doch in den letzten Spielen gab es tatsächlich auch noch ein paar Ausfälle.

Gordon Hayward und Aron Baynes kämpfen mit Knöchelproblemen und Kyrie Irving, Marcus Morris und Al Horford haben immer wieder Schwierigkeiten mit ihren Knien. Dazu kommt, dass Jayson Tatum einen Schlag vor das Schienbein bekam und Marcus Smart Bauchmuskelprobleme hat. Sicher wird die Celtics-Medizinabteilung dafür sorgen, dass die Spieler wieder fit sind, doch beste Voraussetzungen sind dies trotzdem nicht, da Smart sicher fehlen.

Die Pacers haben neben Oladipo allerdings auch ein paar angeschlagene Spieler. Doch Turner, Matthews und Evans spielten ihre Verletzungen herunter und es wird davon ausgegangen, dass alle bis zum Start der ersten Runde wieder fit sind. Trotz allem hätte Coach Nate McNillan natürlich gerne ein komplett gesundes Team zur Verfügung. Schlussendlich bleibt jedoch festzuhalten, dass beide Mannschaften wissen, wie man mit Verletzungen umgeht.

Aufgrund der direkten Ergebnisse und der etwas größeren Abgezocktheit kann man letzten Endes davon ausgehen, dass die Celtics diese Serie gewinnen. Die Pacers werden sicherlich einen großen Kampf liefern und vor allem dank ihrer starken Defensive zu überzeugen wissen, doch es wird nicht reichen, die Celtics in vier von sieben Spielen zu besiegen. Boston wird zudem den Playoff-Modus anwerfen wollen und sich etwas stärker präsentieren. Ob das gelingt bleibt abzuwarten, trotzdem sind sie der klare Favorit und sollten die Serie letztlich gewinnen können. Die Pacers liefern aber einen großen Kampf und werden den Celtics fordern. Daher brauchen die Celtics fünf Spiele zum Weiterkommen.

Boston Celtics in 5

Spiel 1:

Wie immer ist das erste Spiel in den Playoffs auch eine Partie um sich abzutasten. Welche Taktiken wählen die Teams, welche Spieler sind gut drauf und wer kann sich wie in eine gute Position bringen. Wichtig ist zudem bei Spiel 1, bei wem diese Begegnung stattfindet. Heute findet sie in Boston statt und obwohl die Celtics hier nicht immer überzeugten und 13 von 41 Spielen verloren, ist der Heimvorteil nicht unterschätzen.

Ein weiterer Vorteil für die Celtics ist die große Auswärtsschwäche der Pacers. Sie verloren zehn der letzten zwölf Auswärtsspiele und ließen hier jegliche Souveränität und Klasse vermissen. Aufgrund dieser Pacers-Schwäche und den beiden Erfolgen innerhalb der letzten zwei Wochen, spricht vor Spiel 1 alles für Boston, die Spiel 1 daher für sich entscheiden können.

Tipp: Boston Celtics

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