Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln - Rivalen der Bundesliga

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln – Rivalen der Bundesliga. Lesen Sie alle wissenwerte Fakten und Meilensteine in unserem Bericht!

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln

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Das Rhein-Derby – Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln

Nicht selten in den vergangenen Jahren war Bayer Leverkusen am Ende einer Bundesliga-Saison die punktbeste, am Rhein beheimatete Mannschaft. Dennoch und trotz großer Erfolge wie dem Einzug ins (verlorene) Champions-League-Finale 2002 reicht die Werkself nicht annähernd an die Strahlkraft zweier anderer Vereine aus der Region heran. Als große Traditionsvereine stellen Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln Leverkusen in dieser Hinsicht deutlich in den Schatten. Und zumindest Gladbach ist es in jüngerer Vergangenheit auch wieder gelungen, halbwegs an alte Glanzzeiten anzuknüpfen und Bayer auch sportlich zu übertrumpfen.

Außer Frage steht derweil für alle Fußballfans im Rheinland, dass das einzig wahre Derby das Aufeinandertreffen zwischen der Borussia aus Mönchengladbach und dem FC aus Köln ist, während die Vergleiche mit Leverkusen jeweils zum Nachbarschaftsduell abgewertet werden. Deutschlandweit ist das Duell zwischen Fohlen und Geißböcken gemessen am Interesse der Öffentlichkeit und der Bedeutung für die Anhänger wohl allenfalls noch mit dem Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 sowie dem Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen vergleichbar.

Grund genug für uns, auf die Vergangenheit und Gegenwart des rheinischen Derbys zu blicken sowie auch einen Ausblick auf dessen Zukunft zu wagen.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln – Viele Titel in den 70ern

Borussia Mönchengladbach wurde bereits im Jahr 1900 gegründet und damit fast ein halbes Jahrhundert vor dem 1. FC Köln, der erst 1948 einem Zusammenschluss des Kölner BC 01 und der SpVgg Sülz 07 entsprang. Dennoch war es der FC, der in den ersten gemeinsamen Jahren den Ton angab und mit der deutschen Meisterschaft 1962 auch bundesweit für Furore sorgte, während die Borussia selbst im Westen eher eine Nebenrolle spielte.

Das allerdings änderte sich kurz nachdem der 1. FC Köln 1964 auch der erste Meister der neu eingeführten Bundesliga wurde und zu jener Zeit als das Maß aller Dinge im deutschen Fußball galt. Die Borussia stieg zwei Jahre nach Bundesliga-Gründung gemeinsam mit dem FC Bayern München erstmals ins neue Oberhaus auf und sollte rasch ein prägendes Element werden. In den 70er-Jahren feierte die Borussia alle ihre fünf Meisterschaften, gewann überdies zwei Mal den UEFA-Cup und ein Mal den DFB-Pokal – 1973 im Finale gegen den 1. FC Köln, der seinerseits in dieser Zeit 1977/78 das Double errang sowie 1968 und 1977 DFB-Pokalsieger wurde.

Nach den goldenen 70er-Jahren wurde es für beide Klubs mit Titeln dünn. Der 1. FC Köln 1983 und Gladbach 1995 gewannen jeweils noch ein Mal den DFB-Pokal, mussten Ende der 90er-Jahre beider aber auch einen ersten Abstieg aus der Bundesliga erleben, der nicht der letzte bleiben sollte. Gladbach hat es nach zwei Abstürzen ab 2008 aber wieder geschafft, sich im Oberhaus zu etablieren und ist sogar zeitweise zu einem Spitzenklub avanciert. Köln musste insgesamt sechs Mal in die Zweitklassigkeit, kehrte aber stets spätestens im zweiten Jahr zurück und ist aktuell immerhin seit 2019 wieder erstklassig.

Eng verbunden ist die Historie beider Vereine mit dem Namen Hennes Weisweiler. Schon nach Vereinsgründung und nochmals in den 50er-Jahren (Spieler-)Trainer beim 1. FC Köln führte Weisweiler die Borussia von 1964 bis 1975 zu internationalem Ruhm, um nach einem Intermezzo beim FC Barcelona noch einmal für vier Jahre zum FC zurückzukehren und unter anderem 1978 das Double zu gewinnen.

Köln vs. Gladbach in der Saison 2021/22

Passend dazu, dass der 1. FC Köln eine gemessen an den Erwartungen an die aus der Relegation kommenden Geißböcke richtig starke Saison spielt, endeten auch die beiden rheinischen Derby der Spielzeit 2021/22.

Am 27. November 2021 lieferten sich die beiden Rivalen in einem mit 50.000 Zuschauern letztmals vor erneuten Corona-Einschränkungen rappelvollen RheinEnergieStadion lange ein recht ausgeglichenes Derby, als Dejan Ljubicic in der 55. Minute mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Kölner Führung sorgte. Jonas Hofmann allerdings gelang in der 74. Minute der Ausgleich, doch just als die Partie zugunsten der Borussia zu kippen schien, unterlief Florian Neuhaus ein fataler Fehlpass am eigenen Strafraum in die Beine von Mark Uth, der nicht lange fackelte und den FC in der 77. Minute wieder in Führung schoss. Nur eine Zeigerumdrehung später legte Ondrej Duda das 3:1 nach, womit die Entscheidung gefallen war.

Für die Kirsche auf der Torte aus Kölner Sicht zeichnete schließlich in der Nachspielzeit noch der eingewechselte Sebastian Andersson mit dem 4:1 verantwortlich. Gladbach ging nach dieser Pleite am 16. April 2022 natürlich mit dem festen Vorsatz ins Rückspiel im ausverkauften Borussia-Park, Wiedergutmachung zu betreiben und den Fans gegen Ende einer insgesamt enttäuschenden Saison zumindest ein wenig Grund zur Freude zu bereiten. Allerdings ging der Schuss für die Borussia, die zuvor mit zehn Punkten aus vier Spielen einen klaren Aufwärtstrend gezeigt hatte, mächtig nach hinten los. Schon nach fünf Minuten brachte Anthony Modeste die Gäste aus Köln in Führung, die durch Florian Kainz (20.) und wie im Hinspiel Dejan Ljubicic (34.) rasch sogar auf 0:3 davon zogen.

Nach einer bärenstarken ersten Halbzeit des FC stabilisierte sich Gladbach im zweiten Durchgang zwar, doch zu mehr als zum späten Anschlusstreffer durch Breel Embolo (85.) reichte es nicht mehr, sodass rund 8.000 mitgereiste FC-Fans den dritten Derbysieg in Folge feiern durften – und die erste Saison mit zwei Erfolgen über Gladbach seit 1989/90.

Köln vs Gladbach: Die Schauplätze

Eng verbunden ist das Rheinische Derby mit seinen Schauplätzen, die im Laufe der Zeit indes in beiden Städten andere geworden sind bzw. ein neues Gesicht erhalten haben.

Borussia Mönchengladbach erwarb bereits im Jahr 1914 eine Kiesgrube, aus der im Laufe der Zeit das Bökelbergstadion wurde, in dem mit seinen steilen Rängen viele historische Spiele stattfanden. Zwar wich die Borussia teilweise für Europapokalspiele in die größeren Stadien nach Düsseldorf und auch nach Köln aus, doch zählt der Bökelberg zu den legendärsten Spielstätten des deutschen Fußballs – das im Dezember 2005 allerdings abgerissen wurde an dessen Stelle sich heute eine Wohnsiedlung findet. Denn 2004 zog die Fohlen-Elf in den im Westen der Stadt gelegenen Borussia Park um, der heute eine ähnlich stimmungsvolle Heimat darstellt.

Anders als die Borussia ist der 1. FC Köln zwar zwischenzeitlich auch umgezogen, hat seine Heimat im Stadtteil Müngersdorf aber nie verlassen. Im Sportpark Müngersdorf spielte der FC zunächst in der Hauptkampfbahn, die für die Weltmeisterschaft 1974 dem Müngersdorfer Stadion weichen musste. Während der Bauzeit wich der FC in die benachbarte Radrennbahn aus. Als für die WM 2006 erneut ein Neubau gefragt war, wurde das heutige, nach einem Sponsor benannte RheinEnergieStadion während des laufenden Spielbetriebes in mehreren Abschnitten errichtet und gilt mit seinen markanten Leuchttürmen sowohl als Wahrzeichen der Stadt als auch als eines der schönsten Stadien Europas.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln – Statistik

Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach zählen fraglos zu den größten Traditionsvereinen, die der deutsche Fußball zu bieten hat. Warum das so ist, lässt sich schlicht mit Zahlen und Fakten erklären, sei es in Bezug auf die bislang eingefahrenen Titel, die Platzierung in der Ewigen Bundesliga-Tabelle oder die Anzahl der Mitglieder. Wir geben im Folgenden einen Überblick mit wesentlichen Daten, die alle auf dem Stichtag 24. April 2022 basieren, aber künftig immer wieder aktualisiert werden.

 

Borussia Mönchengladbach 1. FC Köln
Gründungsjahr 1900 1948
Mitglieder 94269 112458
Stadionkapazität 54022 50000
In der Bundesliga seit: 2008 2019
Titel 5x Deutscher Meister

3x DFB-Pokal-Sieger

1x UEFA-Pokal

1x Westdeutscher Meister

3x Deutscher Meister

4x DFB-Pokal-Sieger

5x Westdeutscher Meister

Marktwert aktueller Kader* 220,30 Mio. € 82,38 Mio. €
Anzahl Nationalspieler 15 10
Anzahl Länderspiele 343 206
Ewige BL-Tabelle 6. Platz 9. Platz

*basierend auf den Zahlen von transfermarkt.de

Borussia Mönchengladbach – Zahlen und Fakten

  • 127 Pflichtspiele gab es bisher zwischen beiden Vereinen seit dem allerersten Aufeinandertreffen 1950/51 in der Oberliga West. Mit 59 Siegen weist Borussia Mönchengladbach die deutlich bessere Bilanz auf, während für den 1. FC Köln bei 22 Unentschieden nur 46 Erfolge zu Buche stehen. Das Torverhältnis spricht mit 230:213 auch leicht für die Borussia.
  • Bei eigenem Heimrecht sind für Gladbach 32 Siege notiert bei elf Unentschieden und 21 Kölner Auswärtssiegen. 118:98 Tore sprechen zu Hause auch für die Borussia.
  • Bemerkenswert ist, dass Gladbach auch in Köln eine mit 26 Siegen, elf Remis und nur 25 Niederlagen leicht positive Bilanz besitzt. Allerdings hat der FC zu Hause mit 114:110 Treffern immerhin die etwas bessere Tordifferenz.
  • Nochmals deutlicher liest sich die bisherige Bundesliga-Bilanz. Von den 94 Vergleichen im 1963 eingeführten Profi-Oberhaus konnte Gladbach mit 51 über die Hälfte gewinnen, wohingegen für den FC bei 16 Remis nur 27 Erfolge verbucht sind. Frappierend fällt die Kölner Bundesliga-Bilanz zu Hause aus, denn bei 15 Heimsiegen und sieben Remis mussten die Geißböcke bereits 25 Mal der Fohlen-Elf beim Jubeln zusehen.
  • In der Oberliga West hat der FC dafür 17 von 22 Duellen für sich entscheiden können, bei zwei Remis und drei Gladbacher Siegen. In der 2. Bundesliga hingegen gewann Köln keines von vier Spielen, bei drei Remis und einem Erfolg der Borussia. Im DFB-Pokal kam der FC bei drei Duellen zwei Mal weiter, verlor aber das legendäre Finale 1973 mit 1:2. Schließlich wurden die beiden Erzrivalen in den 70er-Jahren auch im UEFA-Cup zwei Mal gegeneinander gelost. Mit insgesamt drei Siegen und einem Remis setzte sich beide Male die Borussia durch.

Borussia Mönchengladbach – Die denkwürdigsten Begegnungen

Natürlich waren unter den bisherigen 127 Rheinischen Derbys auch unspektakuläre Begegnungen. Gleichzeitig gab es aber auch eine Reihe von Duellen, die auch nach langer Zeit noch jeder Fan kennt und die teilweise auch Relevanz für die deutsche Fußball-Geschichte haben. Wir blicken nachfolgend etwas genauer auf acht Partien bzw. besondere Spieltage zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach.

10. September 1950, Oberliga West, 3. Spieltag: 1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 6:2

Das allererste Duell zwischen beiden Klubs war eine klare Sache und unterstrich die damalige Rollenverteilung. Zwar brachte Helmut Laaser die Gäste aus Mönchengladbach vor aus heutiger Sicht bescheiden anmutenden 11.000 Zuschauern in Führung, doch Hans Schäfer (2), Willi Bars (2), Franz Alexius und Berthold Nordmann sorgten bei einem weiteren Borussen-Treffer durch Laaser für einen deutlichen Erfolg der Geißböcke.

24. April 1955, Oberliga West, 29. Spieltag: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 3:2

Die ersten sieben Derbys gingen allesamt an den 1. FC Köln und das überwiegend deutlich. Im achten Anlauf aber durfte dann auch die Borussia ihren ersten Erfolg feiern. Georg Stollenwerk und Berthold Nordmann glichen eine Gladbacher 2:0-Führung durch Hans Göbbels und Heinz Reh zwar aus, doch Reh gelang zwei Minuten vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer das Siegtor für die Borussia.

20. November 1965, Bundesliga, 13. Spieltag: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 2:3

Das erste Bundesliga-Derby nach dem Gladbacher Aufstieg ins Oberhaus ging im Bökelbergstadion an die Gäste aus der Domstadt. Christian Müller, Hannes Löhr und Karl-Heinz Thielen konterten die Gladbacher Führung durch Jupp Heynckes mit drei Kölner Treffern bis zur 48. Minute. Der Anschluss von Bernd Rupp in der 75. Minute kam für Gladbach zu spät.

23. Juni 1973, DFB-Pokal, Finale: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 2:1 n.V.

Das wohl bekannteste Derby zwischen Gladbach und dem 1. FC Köln fand im Juni 1973 vor 69.600 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion statt. Lange Zeit lieferten sich beide Teams bei hohem Temperaturen eine offene Partie, in der Kölns Herbert Neumann noch vor der Pause die Borussen-Führung durch Herbert Wimmer ausglich. Legendär wurde die Begegnung dann, als sich der nach Differenzen mit Trainer Hennes Weisweiler rund um den bevorstehenden Wechsel zu Real Madrid zunächst auf der Bank gebliebene Günter Netzer zu Beginn der Verlängerung selbst einwechselte und mit seinem ersten Ballkontakt zum Gladbacher Sieg in den Winkel traf.

29. April 1978, Bundesliga, 34. Spieltag: Fernduell um die deutsche Meisterschaft

Der 1. FC Köln ging punktgleich mit Borussia Mönchengladbach, aber mit der um zehn Treffer besseren Tordifferenz in den finalen Spieltag. Beim schon abgestiegenen FC St. Pauli, der überdies im Volksparkstadion keinen echten Heimvorteil hatte, ging der FC als klarer Favorit ins Spiel und sollte seine Partie letztlich klar mit 5:0 gewinnen. Allerdings kam zwischendurch doch noch einmal Spannung auf, denn Gladbach feierte parallel dazu in Düsseldorf mit einem 12:0 gegen Borussia Dortmund den höchsten Sieg der Bundesliga-Geschichte. Am Ende fehlten der Borussia nur noch drei Treffer zum großen Wurf – auch deshalb, weil FC-Coach Weisweiler seine Mannschaft im Wissen um das parallele Gladbacher Schützenfest immer weiter nach vorne trieb.

7. April 2008, 2. Bundesliga, 27. Spieltag: 1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach 1:1

Das vierte und bislang letzte Derby in der 2. Bundesliga hatte keinen Sieger, doch am Ende der Saison sollten beide Klubs den Aufstieg feiern. In einer heißen Atmosphäre ging Gladbach nach einer halben Stunde durch Sascha Rösler in Führung. Lange sah es danach nach einem Auswärtssieg aus, doch bereits in der Nachspielzeit verwandelte Patrick Helmes einen nicht unumstrittenen Foulelfmeter für den FC zum Ausgleich.

10. April 2011, Bundesliga, 29. Spieltag: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 5:1

Nach 28 Spieltagen zierte Borussia Mönchengladbach das Tabellenende der Bundesliga und stand bei fünf Punkten Rückstand selbst auf den Relegationsplatz schon mit einem Bein in der 2. Liga. Mit dem kurz zuvor eigentlich schon für einen Neuaufbau gekommenen Trainer Lucien Favre startete die Borussia aber beginnend mit dem Derby eine Aufholjagd, die letztlich in den Klassenerhalt über die Relegation mündete. Favre bewies dabei Mut und stellte gegen Köln erstmals den 18-jährigen Marc-André ter Stegen ins Tor. Viel zu tun bekam der spätere Nationaltorwart indes nicht und konnte den Gegentreffer durch Milivoje Novakovic verschmerzen. Denn Marco Reus (2), Juan Arango, Filip Daems und Havard Nordtveit sorgten mit ihren Treffern für einen Kantersieg der Fohlen-Elf.

19. November 2016, Bundesliga, 11. Spieltag: Borussia Mönchengladbach – 1. FC Köln 1:2

Das Derby im November 2016 brachte aus Kölner Sicht zwei Helden für die Ewigkeit hervor. Zum einen Thomas Kessler, der für den verletzten Stammkeeper Timo Horn im FC-Tor das Spiel seines Lebens absolvierte und zahlreiche Großchancen der Borussia zunichte machte. Zum anderen Marcel Risse, der sich in der Schlussminute aus 30 Metern den Ball zum Freistoß zurechtlegte und die Kugeln nach kurzem Antippen von Salih Özcan zum Tor des Jahres 2016 in den Winkel jagte. Zuvor war schon das 1:1 für den FC, der durch Anthony Modeste die Gladbacher Führung durch Lars Stindl egalisiert hatte, eher schmeichelhaft.

Fazit und Prognose für das Duell Gladbach – Köln

War der 1. FC Köln in den ersten Jahren der Bundesliga noch die klare Nummer eins am Rhein, hat Borussia Mönchengladbach den Geißböcken in den 70er-Jahren sportlich weitgehend den Rang abgelaufen, wenngleich der FC in dieser Saison unter anderem mit dem Double 1978 auch seine Erfolge feierte. Ende der 90er-Jahre und zu Beginn des neuen Jahrtausends nahmen sich beide Vereine dann eine Krise, die die Borussia mit der erfolgreichen Relegation 2011 überwand und sich in der Folge zu einem Spitzenklubs entwickelte.

Köln hingegen setzte sein Auf- und Ab durch die Ligen fort und unternimmt gerade wieder einen Versuch, sich im Oberhaus zu etablieren. Dieser nimmt im Moment trotz finanzieller Probleme aber vielversprechende Züge an, während Gladbach nach dem Ende der Ära von Max Eberl vor einem schwierigen Umbruch steht. Die in Köln vorhandene Hoffnung, die in den letzten Jahren recht klare Machtverteilung zugunsten der Borussia auf absehbare Zeit umkehren zu können, erscheint deshalb nicht vollends unbegründet.

Benjamin Hoffmann

Experte für Fußball

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