Die nationalen Ligen haben bereits begonnen, auch die ersten Länderspiele der neuen Saison wurden bereits ausgetragen. Höchste Zeit also, dass auch die Königsklasse wieder den Spielbetrieb aufnimmt! Für den deutschen Meister Bayern München beginnt die diesjährige Champions-Leauge-Spielzeit gegen den belgischen Serienmeister RSC Anderlecht – bei dem die Stimmung aktuell ähnlich mies ist wie bei den Bayern.

 

FC Bayern München

Die letzten drei Ergebnisse: 0:2 vs. TSG 1899 Hoffenheim, 2:0 vs. SV Werder Bremen, 3:1 vs. Bayer 04 Leverkusen

Zwei Siege, eine Niederlage. Bayerns aktuelle Ligabilanz liest sich grundsätzlich nicht völlig verkehrt, doch wenn man sich aktuell an der Säbener Straße umhört, könnte man den Eindruck gewinnen, der Rekordmeister spiele gegen den Abstieg. Schlechte Laune, wohin das Auge blickt, und das nicht erst seit der ersten Saisonniederlage gegen Hoffenheim.

Schon über die gesamte Woche hatte es rumort beim FCB. Der Hauptgrund: Ein SPIEGEL-Interview von Robert Lewandowski, in dem sich der Pole eher als kapitalistisch und opportunistisch veranlagter Berufsfußballer zeigte denn als loyaler, in Lederhosen schlafender Bayer. Fußball, das sei „Kapitalismus pur“, Loyalität und Vereinstreue seien Relikte einer vergangenen Zeit, heute entscheiden die Erfolgsaussichten und das Geld über den Arbeitgeber eines Spielers. Mit diesen und weiteren Äußerungen handelte sich Lewa intern jede Menge Ärger ein, Vorstandschef Rummenigge betonte, in Zukunft „persönlich“ durchzugreifen in derartigen Fällen.

Natürlich hätte man dieser Geschichte den Wind aus den Segeln nehmen können, indem man die TSG Hoffenheim mit einer überzeugenden Leistung besiegt hätte. Doch das Gegenteil traf ein: Die Bayern wirkten schläfrig, allen voran Mats Hummels vor Mark Uths Führungstreffer. Gegen hellwache Hoffenheim erhielten sie die Quittung in Form einer hochverdienten 0:2-Niederlage, womit die Bayern nach zuvor ebenfalls wenig überzeugenden Aufritten erstmals Punkte liegen ließen.

Dementsprechend wichtig ist für die Stimmung an der Säbener Straße ein erfolgreicher Auftakt in der Königsklasse. In einer Gruppe mit der Superstar-Truppe von PSG sollten die Bayern gegen Celtic und Anderlecht möglichst keine Punkte liegen lassen.

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RSC Anderlecht

Die Bayern haben ihre Probleme, so viel ist klar. Doch im Vergleich zum RSC Anderlecht scheint das Meckern auf sehr hohem Niveau zu sein. Bei dem belgischen Spitzenteam ging der Saisonstart nämlich völlig in die Hose.

Nach sechs Spieltagen hat RSC gerade einmal zwei Siege eingefahren, hinzu gesellen sich zwei Unentschieden und zwei Remis. Selbst in der schwachen belgischen Liga reicht das gerade einmal für Platz 10. Spitzenreiter Charleroi dem man klar mit 0:2 unterlag, ist bereits auf acht Punkte enteilt.

Anderlechts Probleme beginnen in der eigenen Hälfte und ziehen sich durch bis vors gegnerische Tor. In drei der ersten sechs Ligapartien blieb der Traditionsklub torlos, ausgerechnet in den Duellen gegen die Spitzenteams der Liga. Ein Indiz dafür, dass der Mannschaft offensiv die Firepower fehlt.

In den verbliebenen drei Partie traf Anderlecht zwar selbst, kassierte jedoch auch satte acht Gegentreffer. Dass dies nur zu zwei knappen Siegen reichte, erklärt sich von selbst. Dementsprechend gering ist in Belgien vor dem Kracher gegen die Bayern die Erwartungshaltung: Alles andere als eine Klatsche wäre bereits ein Erfolg. Doch es gibt nicht viel, dass für einen knappen Ausgang spricht.

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Interessante Quoten & Tipp

Machen wir es zunächst kurz: Bayern ist haushoher Favorit. Selbst wenn man sein Geld bei der Sparkasse anlegt, sind die Zinsen höher als die Renditen bei einem bayrischen Sieg. Anderlecht wiederum kommt auf absurde Quoten (> 20,0) und könnte Wettfreunde über Nacht zum Millionär machen. Doch dafür müssten die Belgier gewinnen, was nicht passieren wird.

Der FC Bayern war in den vergangenen Jahren auch deshalb nicht aufzuhalten, weil er neben der spielerischen auch mentale Stärke besaß. Lief es ein, zwei Wochen schlecht, besann sich die Mannschaft auf die eigenen Fähigkeiten und setzte mit Leistungssprüngen und begeisternden Kantersiegen Statements. Vieles deutet darauf hin, dass wir auch am Dienstag Zeugen solch eines qualitativen Quantensprungs werden.

Insofern kann man sich die Quoten trotz bayrischer Dominanz ein wenig aufbessern. Entweder durch das klassische Handicap, etwa -2, das Bet3000.com Bayerns Quote auf 1,75 anhebt. Oder, aus unserer Sicht die noch sicherere Option, man tippt gegen einen Torerfolg Anderlechts, was angesichts der bisherigen Harmlosigkeit im RSC-Angriff ein sehr realistische Szenario darstellt.

Daher die Prognose: Bayern gewinnt zu Null – Quote 1,67 bei WilliamHill.com

 

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