So schnell kann es gehen und ein Jahr ist wieder rum. Zum Saisonende treffen sich die besten acht Tennisspieler der Saison in London um den Weltmeister 2013 zu küren. In diesem Jahr haben wir einige Spieler dabei, die man nicht unbedingt erwarten konnte. Darüber erzähle ich euch später mehr.

Auch Tommy Haas war nach seiner grandiosen Saison sehr nah dran aber zwei Niederlagen gegen seinen Erzfeind Kohlschreiber haben seine Chancen zunichte gemacht. Gespielt wird wie immer in zwei Gruppen A 4 Spieler. Die ersten beiden jeder Gruppe qualifizieren sich für das Halbfinale. Der Lokalmatador Andy Murray kann wegen Verletzung leider nicht mit dabei sein.

Gruppe 1

  • Rafael Nadal
  • David Ferrer
  • Tomas Berdych
  • Stanislas Wawrinka

Gruppe 2

  • Novak Djokovic
  • Roger Federer
  • Juan Martin del Potro
  • Richard Gasquet

Wir beleuchten in unserem Spezial alle acht teilnehmenden Spieler. Wir sagen euch wer die Favoriten sind, wer gute Außenseiter Chancen hat und wer London eher für eine Shoppingtour nutzen sollte.

Die Favoriten

Novak Djokovic

Der Serbe ist bei jedem Turnier an dem er teilnimmt automatisch einer der Topfavoriten. Er spielt seit Jahren auf konstant hohem Niveau und ist dafür bekannt, dass er keinen Ball verloren gibt. Der “Joker” ist der Kämpfer auf der Tour. Er ist der amtierende Champion und ist gerade im Herbst noch einmal zu toller Form aufgelaufen.

In diesem Jahr holte er sechs Titel. Zuletzt gewann in der letzten Woche das Masters von Paris. Er hat in dieser Saison einen Rekord von 67 – 9. Djokovic holte sich die Australian Open nach einem tollen Spiel gegen Murray. In Paris reichte es leider nur zum Halbfinale und in Wimbledon sowie den US – Open verlor er das Endspiel. Alles in allem war dies für ihn ein eher durchschnittliches Jahr. Er ist aber derzeit in bestechender Form und wird hier nur sehr schwer zu besiegen sein.

Rafael Nadal

Wohl kaum jemand hat erwartet, dass Nadal nach seiner Verletzung so stark zurückkommen wird. Er spielte in der US Hartplatz Saison Tennis wie vom anderen Stern. Zur Krönung dafür gab es den Sieg bei den US – Open. Auch bei seinem Lieblingsturnier in Paris war der Spanier wieder einmal siegreich.

Für ihn lief das Jahr wie im Märchen. Selbst der große Djokovic vermochte ihn zwischen Februar und September nicht zu stoppen. Durch die tollen Leistungen hat er sich bis auf Platz eins in der Weltrangliste zurückgekämpft. Nadal hat in diesem Jahr eine Bilanz von 71 – 6 Siegen. Er holte zudem 10 Titel.

Zuletzt ist er etwas ins Straucheln geraten. Er konnte die Form nicht über das ganze Jahr halten. Das konnte man aber auch nicht unbedingt erwarten, ansonsten hätten viele gedacht, dass dieser Mensch eher eine Maschine ist. Von der Asientour Ende September mit den Turnieren in Schanghai und Peking kam er ohne Titel zurück. Auch beim letzten Masters ins Paris reichte es für ihn nur zu einem enttäuschenden Halbfinal Einzug. Dennoch darf man Nadal nie unterschätzen. Er ist nicht umsonst die Nummer eins der Welt. Für mich ist er neben Djokovic der Topfavorit auf den Titel in London.

Gefährliche Außenseiter

Juan Martin Del Potro

Der Argentinier hat für mich die Möglichkeit dieses Turnier zu gewinnen. An einem guten Tag ist er in der Lage die Besten der Welt zu besiegen. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, doch Del Potro gab nie auf.

Im Jahr 2013 gelangen ihm vier Titel. Sein größter Triumph war sicherlich der Sieg beim Masters in Cincinnati wo er John Isner im Finale bezwingen konnte. Er hat eine Statistik von 50 – 14 Siegen in dieser Saison. Del Potro ist einer der weniger aktiven Spieler, die bereits ein Grand Slam gewinnen konnten. Noch immer ist er von dieser Form ein Stück weit entfernt, aber er arbeitet daran. Er ist als sehr schlagstarker Spieler bekannt, der keinen Ball verloren gibt. In der Gruppe B kämpft er sicherlich mit Roger Federer um den zweiten Platz hinter Djokovic.

David Ferrer

Niemand auf der Tour spielt gerne gegen “die Wand”. Ferrer hat diesen Spitznamen nicht umsonst. Er bringt nahezu jeden Ball zurück und treibt somit seine Gegner zur Verzweiflung. Durch seinen tollen Auftritt in Paris hat er es bei uns bis auf die “gefährliche Außenseiter” Liste geschafft.

Am Anfang haben wir ihm wenige Chancen gegeben in London gut auszusehen, doch Ferrer ist ein Kämpfer. Er hält sich nun schon seit vielen Jahren unter den besten fünf, sechs Spielern der Welt. Ihm gibt man selten den Kredit, welchen er eigentlich verdient. Der mittlerweile 31jährige steht derzeit auf Rang drei in der Welt. Dies ist aber vor allem durch die Verletzung von Murray der Fall.

Er holte dieses Jahr zwei Titel. Diese kamen aber eher bei kleineren Turnieren. Der größte Erfolg war sicherlich die Endspielteilnahme bei den French Open. Dort hatte er aber gegen Nadal keine Chance.

Ferrer hat sich in den letzten Jahren auf Hartplatz sehr gesteigert. Er ist in der Lage die Besten zu besiegen. Erst letzte Woche gelang ihm ein Erfolg gegen Nadal. Aus diesem Grund darf man ihn bei diesem Turnier nicht aus den Augen lassen.

Roger Federer

Wir nehmen auch den Schweizer mit in die Liste der gefährlichen Außenseiter. Dies aber nur aus dem Grund, da er sich in den letzten Wochen enorm gesteigert hat. Für Federer war es ein Jahr zum vergessen. Von daher ist er bei diesem Turnier sicherlich besonders motiviert. Er kann aus einem schwachen Jahr noch ein ordentliches machen, falls er hier gewinnt.

Federer hat sich vor einigen Monaten von seinem langjährigen Coach getrennt. Seitdem geht es für viele überraschend leicht nach oben. Dennoch muss er aufpassen, dass er nicht sein eigenes Denkmal ruiniert. Es ist wie bei einem Boxer, der viel zu lang im Ring gestanden hat. Federer hat in diesem Sport alles erreicht und sollte so langsam den Schläger an den Nagel hängen. Ich glaube kaum, dass er noch einmal ein Grand Slam gewinnen kann. Er brauchte schon bis fast kurz vor dem Ende der Saison um sich überhaupt für dieses Turnier zu qualifizieren. Das ist eines Federers nicht würdig.

In der Weltrangliste ist er bis auf Platz sieben abgestürzt. In diesem Jahr holte er nur einen Titel beim Turnier in Halle. Seine Bilanz lautet 43 – 15. Die Grand Slams verliefen nahezu alle enttäuschend. Doch er hat sich nochmal aufgerappelt. In Paris unterlag er Djokovic erst nach hartem Kampf. Der Schweizer wird in London alles geben, aus diesem Grund muss man mit ihm rechnen.

Nur zum Shoppen in London

Tomas Berdych

Der Tscheche hat ein durchschnittliches Jahr gespielt. Er ist von der Form aus den letzten Jahren ein Stück weit entfernt. Die Siege gegen die absoluten Top – Spieler sind weniger geworden. Wenn es bei ihm mal nicht läuft, kann er auch gegen die Nummer 100 der Welt verlieren. Doch ich will nicht alles schwarz malen. Auch er ist wieder unter den besten 8 dabei.

An einem guten Tag kann er noch immer die Nadals und Murray`s schlagen, doch ein guter Tag reicht bei solch einem Turnier nicht aus. Er ist in der für meine Begriffe etwas leichteren Gruppe, von daher könnte er sich durchaus für das Halbfinale qualifizieren, doch spätestens dann käme wohl das Aus. Berdych ist momentan die Nummer sechs der Welt, doch er schaffte es in dieser Saison nicht einen Titel zu gewinnen.

Seine Bilanz lautet 52 – 22. Bei kleineren Turnieren reichte es ab und an mal für ein Finale aber bei den Grand Slams blieb er in diesem Jahr ohne Ausrufezeichen. Letzte Woche in Paris kam das Aus im Viertelfinale gegen Ferrer. Berdych hat für mich keine Chance dieses Turnier zu gewinnen.

Stanislas Wawrinka

Für ihn ist es schon ein riesiger Erfolg hier überhaupt dabei sein zu können. Wawrinka hat sich das aber durch konstante Leistungen in den letzten Jahren durchaus verdient. Er ist vielleicht kein Grand Slam Champion, doch unter den besten zehn der Welt hat er es sich mittlerweile bequem gemacht. Wawrinka ist wie guter Wein, mit den Jahren immer besser. Im Alter von 28 feierte er seinen größten Triumph, welcher die Fahrkarte nach London bedeutete. Bei den US – Open besiegte er Andy Murray und zog bis ins Halbfinale ein.

Er hat in dieser Saison eine Bilanz von 49 – 21 Siegen und holte einen Titel. Dieser kam bei einem kleinen Sandplatz Turnier in Portugal. Sand ist auch eher der Belag des Schweizers. Auf Hartplatz muss für ihn schon alles zusammen passen, um die Stars in Bedrängnis bringen zu können. Ich glaube nicht, dass er über die nötigen Waffen besitzt. Wie gesagt, für ihn ist es ein Erfolg hier zu spielen, fürs Halbfinale wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht reichen.

Richard Gasquet

Er ist ein Spieler der unter normalen Umständen hier sicherlich nicht dabei wäre. Gasquet profitierte von Verletzungen seines Landsmannes Tsonga oder der Absage von Andy Murray. Er ist sicherlich einer der talentiertesten Spieler auf der Tour, doch er kann sein Potenzial nur selten abrufen. Meist spielen ihn die Nerven einen Strich durch die Rechnung.

Wenn er über die Vorrunde hinauskommen würde, wäre das eine Sensation. Gasquet steht auf Rang neun der Weltrangliste. In diesem Jahr war er zum Beispiel erfolgreicher als ein Berdych. Ihm gelangen drei Titel und bei den US – Open kam er sogar bis ins Halbfinale. Dies war sehr wichitg für sein Selbstvertrauen. Neben diesem Halbfinale war sicherlich der Titel beim Turnier in Moskau der größte Erfolg in diesem Jahr.

In London bekommt er es aber nur mit absoluten Top Spielern zu tun. Bisher konnte er noch nie gegen drei oder vier dieser Spieler am Stück gewinnen. Seine Bilanz in diesem Jahr lautet 50 – 20. Für ihn kommt das Aus mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr früh. Das gibt ihm genug Zeit für eine ausgiebige Shoppingtour in einer der aufregendsten Städte der Welt.

Fazit

Der Titel geht für mich hier nur über Djokovic. Er ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Neben Nadal gebe ich Del Potro die größten Chancen dies zu tun. Alles andere als ein Sieg dieser 3 wäre schon fast eine Sensation.

Sieg Quote Djokovic – 2.1 Ladbrokes

Sieg Quote Nadal – 4.00 Sportingbet

Sieg Quote Del Potro – 9.00 Unibet