• Datum: 23.05.15
  • Spielbeginn: 2.30 Uhr
  • Spielstätte: Philips Arena, Atlanta
  • Serie: 0-1

Die Cleveland erwischten in den Conference Finals einen Start nach Maß und bezwangen die Atlanta Hawks in Spiel 1 mit 97:89. LeBron James punktete, reboundete und assistierte nach Belieben und hatte in J.R. Smith einen hervorragenden Unterstützer an seiner Seite. Die Hawks dagegen enttäuschten mit Ausnahme von Jeff Teague über weite Strecken. Vor Spiel 2 gilt es daher, die Fehler von Dienstagnacht zu analysieren und bestmöglich zu eliminieren. Ansonsten ist der Heimvorteil vorerst dahin.

Atlanta Hawks

Regular Season: 60 Siege, 22 Niederlagen

Playoffs: 4-2 vs. Brooklyn Nets (1st Round), 4-2 vs. Washington Wizards (2nd Round)

Stats Leaders: Jeff Teague 16.2 PPG, Al Horfrod, 9.7 RPG, Jeff Teague, 7.2 APG

Zu Beginn lief alles wie am Schnürchen für die Atlanta Hawks. Jeff Teague war – anders als in den bisherigen Playoffs – von Anfang an drin in der Partie und ließ den sichtlich angeschlagenen Kyrie Irving in der Defense immer wieder alt aussehen. Vor allem dank ihm sicherten sich die Hawks das erste Viertel (26:20).

Die Probleme begannen erst, als J.R. Smith beschlossen hatte, unfassbar heiß zu laufen und alleine während weniger Minuten im zweiten Viertel drei Dreier traf. Der Vorsprung der Hawks wurde so immer kleiner, ehe er gänzlich verschwand. Die Gründe hierfür sind jedoch nicht nur beim Gegner zu suchen. Teague alleine reicht in den Conference Finals eben nicht, um zu gewinnen. Denn anders als King James hatte er keinen treffsicheren Unterstützer.

Kyle Korver stellte mit neun Punkten erneut seine unterirdische Playoff-Form unter Beweis. Der Scharfschütze traf zwar immerhin 2 von vier Dreiern, wurde ansonsten jedoch von der Cavs-Defense komplett kaltgestellt und nahm insgesamt nur fünf Würfe. Al Horford wiederum erzielte zwar 16 effiziente Punkte (8/12 FG), musste sich jedoch gegen Tristan Thompson und Timothey Mozgov jeden einzelnen Zähler hart erarbeiten. Wesentlich schlechter gelang dies Frontcourt-Kollege Paul Millsap. Der Power Forward, eigentlich ein wandelndes Mismatch für die Cavs, erwischte einen rabenschwarzen Abend und traf nur 3 von 11 Würfen (0/3 3P). Und Dennis Schröder? Der Tag des Deutschen war noch gebrauchter als der von Millsap (6P, 2/10 FG).

Zu allem Übel verletzte sich fünf Minuten vor Ende auch noch DeMarre Carroll am Knie. Ein MRT soll Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben, auf den ersten Blick darf man jedoch berechtigte Zweifel hegen was seine Einsatzfähigkeit in den kommenden Spielen der Serie betrifft. Carroll als bislang bester Scorer in den Playoffs und zudem als einziger Elite-Defender auf dem Flügel wäre ein herber Verlust.

Vor Spiel 2 liegt also einiges im Argen bei den Falken. Als Team traf Atlanta unterirdische 17,4 % seiner Dreier und insgesamt mäßige 44 % aus dem Feld. Das ganz große Problem waren allerdings die Rebounds. Die Hawks verloren das Duell an den Brettern klar (49:37) und ließen obendrein 12 Offensiv-Rebounds zu. Dabei sollte Atlanta unter der Zone eigentlich das dominantere Team sein.

Cleveland Cavaliers

Kein Varejao. Kein Love. Irving angeschlagen. Shumpert nicht in Form. All diese Probleme hielten die Cavaliers nicht davon ab, die Atlanta Hawks am Ende recht überlegen zu schlagen. Bedanken kann sich das Team dafür in erster Linie bei J.R. Smith und natürlich LeBron James.

Smith machte seinem Ruf als Mikrowelle mal wieder alle Ehre. Denn wenn der extrovertierte Scorer einmal heiß läuft, bleibt er es auch. Für den Shooting Guard schien der Korb ab dem zweiten Viertel so groß wie ein Fußballfeld zu werden, sodass er munter drauflos feuerte. Seine 28 Punkte bedeuten eine neue persönliche Playoff-Bestleistung und seine acht verwandelten Dreier (bei 12 Versuchen!) gar Franchise-Rekord in den Playoffs. Durch seine herausragende Offensivleistung fingen die Cavaliers den schwachen Abend des sichtlich angeschlagenen Kyrie Irving ab.

Smith brachte die Cavs nach dem verschlafenen Start auf die Siegerstraße, James sorgte dafür, dass sie dort auch blieben. Der Power des Forwards hatte niemand etwas entgegenzusetzen, auch DeMarre Carroll nicht. Am Ende standen 31 Punkte, acht Rebounds und sechs Assists im Scoreboard für den King.

Einen ebenfalls nicht zu vernachlässigenden Anteil am Erfolg hatte jedoch auch Tristan Thompson. Der Big Man sammelte 10 Rebounds, davon fünf am offensiven Brett und erzielte starke 14 Punkte. Mit seiner entnervenden Defense meldete er zudem Paul Millsap vollkommen ab.

Unterm Strich bewies Cleveland und vor allem LeBron James einmal mehr, dass das Team aus Ohio State allen Widrigkeiten zum Trotz zu den heißesten Anwärtern auf den Titel gehört.

Tipp

LeBron James wird seine Monster-Playoffs fortsetzen, ganz egal, ob DeMarre Carroll spielt oder nicht. Abgesehen davon erschweren viele ungewisse Variablen die Prognose. Wie viel Unterstützung erhält der King? Wird DeMarre Carroll spielen? Bekommen die Hawks ihr Reboundproblem in den Griff?

J.R. Smith wird aller Voraussicht nach nicht noch einmal dermaßen heißlaufen.  Vor allem von Kyrie Irving, in Spiel eins nur ein Schatten seiner selbst, muss mehr kommen. Selbiges gilt im Grunde genommen für das gesamte Hawks-Team. Dass ein Großteil der Falken zweimal in Folge einen offensiven Totalausfall erleidet, darf bezweifelt werden. Vor allem Paul Millsap könnte eine gute Serie spielen, wenn er sich besser auf seine Gegenspieler einstellt. Sollte Carroll ausfallen, wird vermutlich Kent Bazemore noch mehr Verantwortung übernehmen müssen. Insgesamt gewinnt man jedoch den Eindruck, dass die Hawks ihre Lehren aus der aufschlussreichen Auftaktpleite gelernt haben. Wie schon gegen Washington wird Coach Mike Budenholzer die richtige Antwort parat haben und sein Team den Heimvorteil zurückerobern.

 

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