• Datum: 21.05.15, Donnerstag
  • Spielbeginn: 2.30 Uhr
  • Spielstätte: Philipps Arena, Atlanta
  • Serie: 0-0

Bühne frei für die Conference Finals im Osten: Wie auch im Westen treten in der Vorschlussrunden die beiden besten Teams der Regular Season in ihrer Conference gegeneinander an. Doch obwohl die Hawks nach 82 Spielen mit deutlichem Vorsprung auf Platz 1 landeten, gelten die Cavs für viele Experten als Favorit – auch für die Wettanbieter. Und das obwohl einige Akteure verletzt sind und hinter Kyrie Irvings Leistungsvermögen ein dickes Fragezeichen steht.

Atlanta Hawks

Regular Season: 60 Siege, 22 Niederlagen

Playoffs: 1st Round 4-2 vs. Brooklyn Nets

                2nd Round 4-2 vs. Washington Wizards

Stats Leaders: DeMarre Carroll 17.1 PPG, Al Horford 9.9 RPG, Jeff Teague 7.4 APG

Obwohl die Hawks relativ problemlos in die Conference Finals einzogen, hat sie noch immer niemand so wirklich auf dem Zettel, wenn es um die Frage geht, wer sich in weniger als einem Monat zum NBA-Champion küren wird. Dies hat zum Teil auch seine Berechtigung. Denn der Zauber, den die Hawks über weite Strecken der Regular Season versprühten, scheint endgültig verpufft. Nachdem sie mit herausragendem Teamspiel die zweitbeste Bilanz aller 30 NBA-Teams erreichten, geht den Falken das Siegen in der K.O.-Phase längst nicht mehr so leicht von der Hand. Jeder Erfolg ist hart erarbeitet. Das sind eben die Playoffs. Die Gegner verteidigen intensiver, laufen weiter, kämpfen härter.

Bislang ist es den Hawks nicht gelungen, ihr extrem effizientes Teamspiel konstant aufzuziehen. Das liegt neben der erhöhten gegnerischen Defense Intensity vor allem daran, dass gleich mehrere Stützen des Teams noch nicht so wirklich in den Playoffs angekommen sind. Kyle Korver, seines Zeichens der mit Abstand beste Scharfschütze der Liga, trifft bislang weniger als 30 Prozent seiner Drei-Punkte-Würfe. Selbst Korver-Airballs bei offenen Dreiern gab es bereits zu bestaunen. Bei Paul Milsap wiederum wechseln Licht und Schatten. Selbiges gilt für Jeff Teague, der ebenfalls nicht konstant an seine überragende Regular Season anknüpfen konnte. Davon profitierte vor allem einer: Dennis Schröder.

Der Deutsche genießt von Tag zu Tag mehr das Vertrauen von Coach Mike Budenholzer – und das seiner Mitspieler. Immer häufiger steht der pfeilschnelle Point Guard auch in der Crunchtime auf dem Court und weiß mit seiner Spielzeit stets einiges anzufangen. Dass Jeff Teague im vorentscheidenden fünften Spiel gegen die Wizards freiwillig auf der Bank Platz nahm, um Schröder bis zum Buzzer spielen zu lassen, zeigt, wie groß die Wertschätzung für den „German Rondo“ im Team ist. Schröder bedankte sich mit der spielentscheidenden Situation, als sein mutiger (und richtiger) Layup zwar geblockt wurde, jedoch zum Gamewinner-Tip-In von Al Horford sorgte. Vor allem mit seiner defensiven Intensität könnte Schröder, der nach Deron Williams und John Wall nun Kyrie Irving gegenübersteht, zu einem X-Factor werden.

Mindestens ebenso großes Potential steckt in  DeMarre Carroll, der sich im Laufe der Playoffs stellenweise zur ersten Option in der Hawks-Offensive mauserte. 17.1 Punkte pro Partie belegen, dass er mit dem Spalding in seinen Händen zumeist die richtigen Entscheidungen trifft. Zudem ist er der einzige Hawks-Defender, der es einigermaßen mit LeBron James aufnehmen kann. Auf Carroll kommen in der Serie also einige Minuten zu.

Gegen die Cavs braucht Atlanta jedoch neben dem Supporting Cast wieder mehr Production der Stars. Teague, Milsap, Korver und wie sie alle heißen, sind gefordert.

Cleveland Cavaliers

Regular Season: 53 Siege, 29 Niederlagen

Playoffs: 1st Round 4-0 vs. Boston Celtics

                2nd Round 4-2 vs. Chicago Bulls

Stats Leaders: Lebron James 26.5 PPG, Lebron James 10.2 RPG, Lebron James 7.9 APG

Während die Aktien der Hawks während der Playoffs sanken, genießen die Cavaliers täglich mehr Ansehen. Nach dem Sweep gegen die Celtics zeigte das Team aus Ohio State vor allem gegen die Chicago Bulls, dass sich jedes Team gegen sie warm anziehen muss. Vor allem dank LeBron James.

Der King wandelt auf Michael Jordans Spuren und spielt bis zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg herausragende Playoff. Dass er im Schnitt pro Spiel fast ein Triple Double auflegt, zeigt dabei nicht einmal die ganze Bandbreite seines Einflusses auf die Cavs. LeBron ist Facilitator, Defensive Anchor, Glue Guy, Mentor und Motivator in Personalunion und trägt so ein Team, das eigentlich schwer gebeutelt ist.

Nachdem Anderson Varejao schon seit Monaten verletzt zuschaut, mussten die Cavaliers im Laufe der Playoffs auch noch den Ausfall Kevin Love verkraften. J.R. Smith verpasste die ersten beiden Spiele der Bulls-Serie gesperrt.

Beim Kaschieren der Ausfälle tat sich neben LeBron James vor allem Kyrie Irving hervor – bis auch den Point Guard das Verletzungspech ereilte. Kyrie laboriert an Knöchelproblemen, erklärte jedoch, dass er um jeden Preis spielen wolle. Wie sehr das Handicap seine Leistung beeinflusst, wird sich zeigen. Als Entlastung für James wäre Irving enorm wichtig.

Neben dem Aufbau ist es vor allem Clevelends Supporting Cast und Bench Mob, der immer wieder für Punkte gut ist. J.R. Smith erwies sich vor allem während Irvings Ausfällen als verlässlicher Lieferant, während Imam Shumpert neben offensiver Effizienz auch defensive Mentalität an den Tag legte. Dazu kommt Timothey Mozgov, der den Ballführern in der Offense mit seinen Picks eine enorme Hilfe ist.

Letztendlich sind und bleiben die Cavs allerdings LeBrons Team. Spielt er gut, können die Cavaliers jeden schlagen. Gönnt er sich eine künstlerische Pause, wird es schon verdammt schwer. Vor allem wenn auch noch Kyrie Irving schwächeln sollte.

Regular Season

In der Regular Season hatten wir dieses Duell vier Mal und die Hawks konnten beide Heimduelle gewinnen und sogar ein Duell in Cleveland. Bei einem der Spiele was James nicht dabei, aber bei zwei anderen sah er für seine Verhältnisse blass aus. Die Ursache dürfte Carroll heißen, der alles andere als ein einfacher Gegner ist und sich nun in den Playoffs auch Offensiv toll entwickelt hat.

Kyrie Irvings Schnitt in den vier Spielen liegt bei über 20 Punkten, aber am Ende wird es um die Frage gehen wie fit er ist.

Tipp

In den Playoffs setzt sich in der Regel die Starpower durch. Die Geschichte hat gezeigt, dass Championships in den finalen Momenten zumeist von herausragenden Individualisten gewonnen werden, die ihrem Team den entscheidenden Momenten einen kleinen Vorteil verschaffen. Mit LeBron James haben die Cavs den besten Spieler der Welt in ihren Reihen, der zudem auch noch in fantastischer Form ist.

Dass Teambasketball ebenfalls erfolgreich sein kann, bewiesen die Pistons Anfang 2000 und im vergangenen Jahr die Spurs. Ob die Hawks jedoch schon so weit sind? Gegen die Nets und die Wizards mangelte es an der gewohnten spielerischen Qualität.

In der Regular Season gewannen die Hawks drei von vier Aufeinandertreffen gegen Cleveland. Zum Teil recht deutlich. In den Playoffs lässt sich dies nicht problemlos wiederholen. Dennoch erhalten die Hawks den Zuschlag. Warum? Weil sie zwar keine absoluten Individual-Superstars im Kader haben, aber dennoch divere Elite-Spieler und die Last so auf mehrere Schultern verteilen. Weil sie teamdienlichen Basketball spielen, offensiv wie defensiv. Die Cavs dagegen sind ein Iso-Team und somit extrem tagesformabhängig.

LeBron James werden die Hawks nicht in den Griff bekommen. Doch ein King alleine kann nicht immer genügen. Einen halbfitten Irving werden Teague und Schröder aus dem Spiel nehmen.

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