Nach dem überraschenden Aus von Roger Federer hat sich die untere Hälfte bei den Herren sehr weit geöffnet. Sowohl Murray als auch Dimitrov haben nun eine sehr gute Chance zumindest das Halbfinale wenn nicht sogar das Finale zu erreichen, denn auf ihrer Seite der Auslosung droht nun bestenfalls noch Rafael Nadal, doch der Spanier musste bereits gegen einen amerikanischen Qualifikanten über fünf Sätze gehen. Er ist daher für mich nicht unbedingt ein Favorit auf den Turniersieg.

Aus diesem Grund kann man dieses Duell vielleicht schon als vorweggenommenes Halbfinale sehen. Murray und Dimitrov standen sich bisher sechs Mal gegenüber. Vier Partien konnte der Schotte für sich entscheiden, doch zwei der letzten drei Spiele gingen an Dimitrov. Zuletzt standen sie sich beim Masters in Paris im letzten Jahr gegenüber. Damals siegte Murray mit 6:3 und 6:3.

Dieses Turnier kann für beide Akteure den Wendepunkt der Karriere darstellen. Murray würde sich mit einem Sieg eindrucksvoll im Kreis der ganz Großen zurückmelden. Für Dimitrov wäre es der erste Grandslam Sieg überhaupt.

Andy Murray

Der Schotte hat kein leichtes Jahr hinter sich. Etliche Verletzungen warfen ihn in der Weltrangliste weit zurück. Murray drohte den Anschluss an Federer und Djokovic zu verlieren. Bei der WM in November in der Londoner O2 Arena hatte er dann seinen Tiefpunkt erreicht. Gegen Roger Federer gab es ein 0:6 und 1:6 aus seiner Sicht. Schon viele Jahre war er nicht mehr so abgeschlachtet worden.

Im Winter zog es ihn dann in sein Trainingslager nach Miami. Dort arbeitete er mit seinem neuen Coach, Amelie Mauresmo, an den Grundlagen des Spiels. Bisher scheint sich das ganz gut ausgezahlt zu haben. Murray spielte vor diesen Australian Open nur den Hopman Cup. Dort blieb er allerdings ungeschlagen.

Bei diesen Australian Open ist er noch ohne Satzverlust. In Runde eins gab es ein 6:3, 6:4 und 7:6 gegen den Inder Bhambri, danach hatte Lokalmatador Matosevic keine Chance und auch in Runde drei gab es ein klares 6:1, 6:1 und 7:5 gegen den Portugiesen Sousa. Alle drei Spieler kann man natürlich nicht mit Grigor Dimitrov vergleichen, doch Murray hat gezeigt, dass er wieder da ist. Ob stärker als jemals zuvor muss er erst noch beweisen.

Grigor Dimitrov

Bei Dimitrov erwarten die Experten nun langsam aber sicher mal den nächsten Schritt. Einige bezeichnen ihn sogar schon als schlampiges Genie. Wenn er aber nicht aufwacht ist er dabei, dass große Potenzial was er zweifelsohne besitzt, einfach wegzuwerfen. Seinen bisher größten Erfolg feierte der 23 jährige im letzten Jahr in Wimbledon. Bei seinem Lieblingsturnier kam er bis ins Halbfinale wo er dort nach harten Kampf Novak Djokovic unterlegen war.

Er lässt sich ja gerne an den Federer’s oder Nadal’s dieser Welt messen, doch diese Spieler waren mit 23 schon weiter als es der Bulgare ist. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr um ein ganz Großer dieser Sportart zu werden. Im Spiel des Bulgaren wechseln sich Licht und Schatten noch immer zu oft ab. Selbst bei diesem Turnier musste er gegen Baghdatis schon über fünf Sätze gehen. Auch gegen den Slowaken Lacko gab er einen Satz ab. Dimitrov verfügt über jeden Schlag den er für eine zukünftige Nummer eins braucht, doch er steht sich oftmals einfach selbst im Weg.

Tipp

Für die Entwicklung von Grigor Dimitrov wäre ein Sieg gegen Andy Murray besonders wertvoll, doch seine bisherigen Auftritte bei diesem Turnier lassen mich daran zweifeln, dass dies gelingt. Murray ist in diesem Jahr noch ungeschlagen und auf dem besten Weg zu alter Stärke. Er wird den jungen Bulgaren zeigen, dass die Zeit für eine Wachablösung noch immer nicht gekommen ist.

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