KSC – St. Pauli, zwei noch sieglose Teams treffen am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga im Wildparkstadion aufeinander. Der Karlsruher SC hat mit dem 0:1 bei der SpVgg Greuther Fürth einen Fehlstart hingelegt und die Mutmaßungen, dass die verlorene Relegation gegen den Hamburger SV zumindest im Hinterkopf noch eine Rolle spielt, nicht widerlegen können.

Der FC St. Pauli ist derweil gegen Arminia Bielefeld nicht über ein 0:0 hinausgekommen und konnte den Schwung vom Ende der Vorsaison mit fünf Siegen in den letzten acht Spielen nur bedingt mitnehmen.

Nach 28 Duellen ist die Bilanz zwischen beiden Vereinen beinahe ausgeglichen. Zehn Siegen des FC St. Pauli stehen ebenso viele Unentschieden und acht Siege des KSC gegenüber. In Karlsruhe spricht die Bilanz mit vier Erfolgen bei drei Niederlagen und gleich sieben Remis auch nur knapp für die Badener.

Karlsruher SC

Aufstellung Karlsruher SC

Voraussichtliche Aufstellung: Orlishausen – Max, Gordon, Gulde, Kempe – Torres, Krebs, Meffert, Nazarov – Hoffer, Hennings

Nach dem erst Anfang Juni angesetzten Relegations-Rückspiel gegen den Hamburger SV (1:2 n.V.) hatte der Karlsruher SC die kürzeste Sommerpause aller Zweitligisten, was sich nun offenkundig auf den körperlichen Zustand der Badener auswirkt. Bei der Auftaktniederlage in Fürth wirkte der KSC noch nicht richtig frisch und präsentierte sich streckenweise wie ein noch in der Vorbereitung steckendes Team. Man darf aber davon ausgehen, dass daraus kein Dauerzustand wird und die Elf von Trainer Markus Kauczinski ihr physisches Loch schnell wieder verlässt. Die letzten Testspiele beim FC Aarau (2:0) und gegen den FC Malaga (3:1) ließen auf jeden Fall erahnen, dass mit dem KSC auch in diesem Jahr im vorderen Drittel zu rechnen ist. Auch deshalb, weil sich die Änderungen im Kader in Grenzen hielten.

Das neu einstudierte 4-4-2 funktionierte in Fürth allerdings noch nicht wie erhofft, dürfte gegen St. Pauli aber dennoch abermals zur Anwendung kommen. Generell sind keine bahnbrechenden Veränderungen zu erwarten. Trainer Kauczinski deutete unter der Woche aber an, möglicherweise die zuletzt mit Innenverteidiger Martin Stoll sehr defensiv besetzte rechte Abwehrseite mit einem gelernten Linksverteidiger offensiver auszurichten. Philipp Max wäre der erste Kandidat und könnte links von Dennis Kempe vertreten werden.

FC St. Pauli

Aufstellung FC St. Pauli

Voraussichtliche Aufstellung: Himmelmann – Nehrig, Sobiech, Gonther, Halstenberg – Alushi, Rzatkowski – Sobota, Maier, Buballa – Thy

Nach neun Siegen und einem Unentschieden gegen den SC Freiburg (0:0) in den insgesamt zehn Testspielen herrschte auch mit dem Rückenwind des Schlussspurtes aus der vorigen Saison beim FC St. Pauli die Hoffnung auf einen Traumstart vor, der den Braun-Weißen gegen Bielefeld allerdings versagt blieb. Die Kiez-Kicker waren lange Zeit die bessere Mannschaften, mussten sich am Ende aber beim mehrfach glänzend reagierenden Torwart Robin Himmelmann für den einen Punkt bedanken. Auch deshalb, weil in der Schlussphase beim Bemühen um das Siegtor etwas die defensive Ordnung verloren ging. Auf körperliche Defizite waren die plötzlichen Bielefelder Chancen hingegen nicht zurückzuführen.

In Karlsruhe wird Trainer Ewald Lienen wieder aus einer kompakten Haltung heraus angreifen lassen, wobei personell nicht viel Neues zu erwarten ist. Der nach auskurierter Adduktorenverletzung wieder fitte Jan-Philipp Kalla drängt aber ins Team und könnte auf der rechten Seite sowohl defensiv als auch offensiv spielen. Bernd Nehrig wäre dann ein Kandidat für die Doppelsechs anstelle von Marc Rzatkowski.

Tipp

Nach dem jeweils nicht optimalen Auftakt wird sich das Risiko bei beiden Mannschaften zunächst in Grenzen halten. Und weil beide am ersten Spieltag gezeigt haben, dass die Qualitäten eher in der Defensive liegen, wären viele Tore überraschend.

Tipp: Unter 2,5 – 1.80 Tipico (Wettpartner von Bayern München)

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