Union – 1860 München, das Duell der beiden Traditionsklubs ist am 14. Spieltag der 2. Bundesliga ein Kellerduell zwischen dem Tabellendreizehnten und dem -fünfzehnten. Während die Löwen nur dank der besseren Tordifferenz gegenüber Erzgebirge Aue und dem FC St. Pauli nicht auf dem Relegations- oder gar einem Abstiegsplatz stehen, hat sich Union mit dem leichten Aufwärtstrend der letzten Wochen zumindest ein kleines Polster von zwei Punkten aufgebaut.

Nachdem anfänglich sowohl in Berlin und noch mehr in München vom Aufstieg fabuliert wurde, hat man sich bei beiden Klubs inzwischen von hochtrabenden und mittlerweile unrealistischen Zielen verabschiedet. Stattdessen geht es in den ausstehenden sechs Partien vor Weihnachten nur noch darum, möglichst viele Punkt zu sammeln, um nicht unter dem Strich überwintern zu müssen.

1. FC Union Berlin

Während die Vereinsführung um Präsident Dirk Zingler im Rahmen der Mitgliederversammlung am Dienstag eine erneute Umsatzsteigerung sowie einen Gewinn von 610.000 Euro für das vergangene Jahr verkünden konnte, bleibt die sportliche Situation angespannt.

Mit den Siegen gegen den SV Sandhausen (3:1) und beim VfR Aalen (2:1) haben die Eisernen Mitte Oktober zwar sechs ganz wichtige Punkte geholt, doch die anschließende 0:1-Heimpleite gegen Greuther Fürth stoppte den Aufschwung gleich wieder abrupt. Und weil der FC Ingolstadt vor der Länderspielpause kurz vor dem Ende noch zum 3:3 ausgleichen konnte, verpasste Union im letzten Spiel zwei durchaus mögliche Bonuspunkte beim Spitzenreiter.

Die pflichtspielfreien zwei Wochen hat Trainer Norbert Düwel, dem Präsident Zingler auf der Mitgliederversammlung nochmals den Rücken stärkte, zu Testspielen gegen Dukla Prag (0:1) und Empor Berlin (8:0) sowie zu einem erneuten Kurztrainingslager in Kienbaum genutzt. Nach dem letzten Aufenthalt dort gab es die Siege gegen Sandhausen und in Aalen. Personell wird sich wohl nicht viel verändern. Sören Brandy fehlt weiterhin gesperrt und hinterlässt eine Lücke im Angriff. Weil Martin Kobylanski in Ingolstadt enttäuschte, könnte Eroll Zejnullahu als Spielmacher ins Team rücken. Wieder an Bord ist nach auskurierter Verletzung Fabian Schönheim, könnte zunächst aber auf der Bank bleiben.

Aufstellung 1. FC Union Berlin

Voraussichtliche Aufstellung: Amsif – Trimmel, Puncec, Leistner, Parensen – Kreilach, Köhler – Quiring, Zejnullahu, Thiel – Polter

TSV 1860 München

Nach inklusive DFB-Pokal vier Niederlagen in Folge war die Hoffnung bei den Münchner Löwen groß, dass das 3:0 beim VfL Bochum am 2. November gleichbedeutend mit der Rückkehr in die Erfolgsspur ist. Diese Hoffnung wurde nur eine Woche später beim 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf schon wieder enttäuscht, als die starken Rheinländer klar aufzeigten, dass 1860 einiges zu einem Spitzenteam fehlt.

Die vom längst entlassenen Ricrdo Moniz geschürten Erwartungen in Sachen Aufstieg wurden durch den neuen Coach Markus von Ahlen längst heruntergeschraubt, doch noch ist es nicht gelungen, eine auf konstantem Niveau funktionierende Elf zu formen. Erschwert wird dieses Vorhaben immer wieder auch durch Ausfälle. In Berlin ist nun zwar der gegen Düsseldorf kurzfristig durch Marin Tomasov ersetzte Valdet Rama wieder dabei, doch dafür muss Ilie Sanchez aufgrund der fünften gelben Karte passen. Auflaufen wird sicherlich auch Torjäger Rubin Okotie, der mit seinem Siegtor für Österreich gegen Russland in der EM-Qualifikation mit nochmals gewachsenem Selbstvertrauen agieren dürfte.

Aufstellung TSV 1860 München

Voraussichtliche Aufstellung: Ortega – Angha, Vallori, Schindler, Wittek – Stark, Weigl – Wolf, Adlung, Rama – Okotie

Tipp

Beide Mannschaften suchen noch nach Konstanz, sind aber personell besser aufgestellt, als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt. Erwischt keines der beiden weitgehend auf Augenhöhe zu sehenden Teams einen schwarzen Tag, wäre ein Unentschieden keine Überraschung.

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