Nürnberg – Fürth, vier Tage vor Weihnachten steigt im Grundig-Stadion ein Duell, das mit Nächstenliebe wenig gemein hat, wenn die beiden fränkischen Erzrivalen die Klingen kreuzen. Die Partie hat indes nicht nur aus Prestigegründen große Bedeutung, sondern auch beim Blick auf die Tabelle. Während der achtplatzierte Club unter dem neuen Trainer Rene Weiler vier von fünf Spielen gewonnen hat und im Aufstiegsrennen wieder Morgenluft wittert, muss Fürth als Zwölfter den seit Wochen anhaltenden Abwärtstrend stoppen, um nicht sogar in Abstiegsgefahr zu geraten.

Beide Vereine bindet eine lange Rivalität, die schon zu Beginn des 20 Jahrhunderts erbittert war, als etwa Nürnberg das Finale um die Deutsche Meisterschaft 1920 mit 2:0 gegen den ungeliebten Nachbarn gewann. Insgesamt fanden bisher 257 Frankenderbys statt, von denen der Club 137 und Fürth 72 gewinnen konnte. 46 Partien endeten Unentschieden. Die letzten beiden Vergleiche gingen indes an die SpVgg, die 2012/13 in der Bundesliga mit 1:0 in Nürnberg gewann und das Hinspiel in dieser Saison mit 5:1 für sich entscheiden konnte.

1. FC Nürnberg

Wenn sich in dieser Zweitliga-Saison ein Trainerwechsel gelohnt hat, dann der beim 1. FC Nürnberg. Seit der Trennung von Valerien Ismael holte der Club unter dem Schweizer Weiler zwölf von 15 möglichen Punkten und verkürzte den Rückstand auf Platz drei auf nur noch vier Zähler, womit man den Absteiger nach der Winterpause auf der Rechnung haben muss. Zunächst sinnt der FCN aber auf Revanche für die deftige 1:5-Pleite am zweiten Spieltag am Ronhof und will nach den 2:1-Erfolgen gegen den TSV 1860 München und beim VfR Aalen sowie dem 1:0 bei Erzgebirge Aue mit dem vierten Sieg in Folge Weihnachten feiern.

Personell wird sich beim Club vermutlich nichts ändern. Denkbar ist einzig, dass Daniel Candeias auf der rechten Mittelfeldseite den Vorzug vor dem zuletzt wenig überzeugenden Robert Koch erhält.

Aufstellung 1. FC Nürnberg

Voraussichtliche Aufstellung: Rakovsky – Celustka, Mössmer, Hovland, Pinola – Petrak, Polak – Koch, Schöpf, Füllkrug – Sylvestr

SpVgg Greuther Fürth

Nach einem noch sehr ordentlichen Saisonstart, als die Hoffnung auf ein erneutes Mitmischen im Rennen um die ersten drei Plätze durchaus berechtigt schien, muss die SpVgg Greuther Fürth nur noch sechs Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 den Blick erst einmal nach unten richten. Seit dem 1:0 Ende Oktober bei Union Berlin hat Fürth nicht mehr gewonnen und aus den vergangenen sechs Begegnungen nur vier Punkte geholt. Richtig erschreckend ist aber die verloren gegangene Offensivqualität, die das Kleeblatt vor nicht allzu langer Zeit noch auszeichnete. Aktuell wartet die SpVgg seit vier Partien auf einen Treffer. Angesichts dieser Abschlussschwäche wurde mit drei torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim und den VfL Bochum sowie beim SV Darmstadt 98 fast noch das Optimum herausgeholt. Lediglich gegen RB Leipzig setzte es eine 0:1-Niederlage.

Trainer Kramer hat in personeller und taktischer Hinsicht einiges probiert, aber keine in Defensive und Offensive funktionierende Formation gefunden. In Nürnberg dürften die Experimente weitergehen. Möglich, dass diesmal wieder Kacper Przybylko im Sturm ran darf und dafür der nicht minder glücklose Robert Zulj weichen muss.

Aufstellung SpVgg Greuther Fürth

Voraussichtliche Aufstellung: Hesl – Lam, Caligiuri, Röcker, Gießelmann – Stiepermann, Fürstner – Schröck, Weilandt  – Przybylko, Wurtz

Tipp

Die Trends beider Mannschaften sprechen eine ziemlich klare Sprache. Während sich der Club auf dem aufsteigenden Ast befindet, geht es mit Fürth in der Tabelle kontinuierlich bergab. Kann sich die SpVgg insbesondere im Offensivspiel nicht wieder deutlich steigern, wird Nürnberg die Partie gewinnen. Allerdings wird der FCN gegen die stabile Fürther Hintermannschaft die wenigen sich bietenden Chancen nutzen müssen.

Tipp: Sieg 1. FC Nürnberg – 2.40 Bwin

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