Nürnberg – KSC, in einem gefühlten Bundesliga-Duell stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, deren Ziel es ist, über kurz oder lang wieder ins Oberhaus zurückzukehren – nach Möglichkeit schon am Ende dieser Saison. Während der Karlsruher SC als Tabellenzweiter anreist, liegt der 1. FC Nürnberg als Sechster mit fünf Punkten Rückstand auf die Plätze zwei und drei zwar ein wenig zurück, doch der Trend beim Club ist positiv.

Ebenso wie die Nürnberger Gesamtbilanz gegen den KSC, die bei 16 Remis und 20 Niederlagen 23 Siege ausweist. In Nürnberg feierte der Club gegen die Badener bei acht Unentschieden und fünf Niederlagen sogar 15 Siege. Die letzten drei Vergleiche gingen indes an den KSC, der das Hinspiel in dieser Saison mit 3:0 und die beiden Begegnungen in der Bundesliga 2007/08 jeweils mit 2:0 gewinnen konnte.

1. FC Nürnberg

Nach verkorkstem Saisonstart unter Valerien Ismael zog der 1. FC Nürnberg im November die Reissleine und landete mit dem neuen Trainer Rene Weiler offenbar einen Glücksgriff. Unter dem Schweizer wurde mit 13 Punkten aus sechs Spielen schon vor Weihnachten der Kontakt zu den Spitzenplätzen hergestellt. Das 1:2 beim FSV Frankfurt zum Start ins neue Jahr war dann allerdings ein herber Dämpfer, der Weiler den Aufstieg in dieser Saison als nicht machbar deklarieren ließ. Zwei 3:1-Siege gegen den 1. FC Union Berlin und bei Fortuna Düsseldorf später ist der Club aber wieder im Geschäft. Hoffnung macht neben der zuletzt gezeigten Leidenschaft vor allem die Breite des Kaders, der dank der Rückkehr Danny Blum und Peniel Mlapa sowie der Neuzugänge Sebastian Kerk, Guido Burgstaller und Adrian Nikci insbesondere in der Offensive an Qualität gewonnen hat. Nicht von ungefähr waren am Sieg in Düsseldorf die Einwechselspieler mit zwei Toren und zwei Assists maßgeblich beteiligt.

Aufgrund der bevorstehenden Rückkehr von Jürgen Mössmer nach Adduktorenproblemen ergibt sich für Weiler indes auch in der Defensive ein Luxusproblem. Rückt Mössmer-Vertreter Ondrej Petrak auf seine angestammte Sechser-Position, müsste dort der in Düsseldorf starke Niklas Stark weichen.

Aufstellung 1. FC Nürnberg

Voraussichtliche Aufstellung: Rakovsky – Celustka, Mössmer, Hovland, Pinola – Polak, Stark – Burgstaller, Schöpf, Füllkrug – Sylvestr

Karlsruher SC

Der Karlsruher SC hat nur eines der letzten 14 Liga-Spiele verloren, im neuen Jahr aber vor eigenem Publikum verpasst, seine Ausgangslage im Aufstiegsrennen noch komfortabler zu gestalten. Sowohl gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) als auch gegen den VfL Bochum (0:0) kamen die Badener im Wildparkstadion nicht über ein Unentschieden hinaus, während beim 1. FC Heidenheim mit 1:0 gewonnen wurde. Generell ist der KSC auswärts sogar stärker als zu Hause und hat als bestes Auswärtsteam 20 seiner 38 Punkte auf fremdem Platz geholt. Dabei kommt es dem KSC entgegen, auswärts auf die mit 17 Gegentreffern drittbeste Defensive der Liga setzen und mit den schnellen Offensivkräften kontern zu können.

Auch in Nürnberg wird Trainer Markus Kauczinski von dieser Marschroute nicht abweichen. Personell sind gegenüber der Vorwoche aber Wechsel wahrscheinlich. Während Rene Vollath nochmals den verletzten Stammtorhüter Dirk Orlishausen ersetzt, kehren Enrico Valentini nach Gelbsperre und Daniel Gordon nach Oberschenkelblessur wohl in die Viererkette zurück. Links offensiv könnte außerdem Neuzugang Ylli Sallahi eine neue Chance erhalten.

Aufstellung Karlsruher SC

Voraussichtliche Aufstellung: Vollath – Valentini, Gordon, Gulde, Max – Meffert, Yabo – Torres, Yamada, Sallahi – Hennings

Tipp

Nürnberg konnte zuletzt zwar kämpferisch, aber nicht spielerisch überzeugen. Spielwitz und Kreativität ist gegen den defensivstarken KSC aber nötig, um zu Chancen zu kommen. Weil der Club alles in allem noch nicht gefestigt wirkt und der KSC im Umschaltspiel enorm stark ist, spricht eher wenig für einen Heimsieg.

Tipp: Doppelte Chance X2 – 1.52 Tipico

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