Nürnberg – Ingolstadt, vom fränkisch-oberbayerischen Derby am 14. Spieltag der 2. Bundesliga hatte man vor dem Saisonstart nicht erwartet, dass Bundesliga-Absteiger Nürnberg als enttäuschender Tabellenvierzehnter und die Schanzer aus Ingolstadt als souveräner Spitzenreiter ins Spiel gehen würden.

Doch während der Club nach einem Zwischenhoch Ende September und Anfang Oktober noch immer nicht in der zweiten Liga angekommen ist, überzeugt Ingolstadt Woche für Woche mit erstaunlichen reifen Leistungen und ist das einzige noch ungeschlagene Team der Liga. Bemerkenswert ist vor allem auch die Auswärtsbilanz der Schanzer, die saisonübergreifend 19-mal in Folge auf gegnerischem Platz nicht verloren haben.

1. FC Nürnberg

Nach sieben Punkten aus den Spielen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:2), beim VfL Bochum (1:1) und gegen RB Leipzig (1:0) vom achten bis zum zehnten Spieltag wurde die Hoffnung der Club-Fans auf einen dauerhaften Aufschwung zuletzt bitter enttäuscht. Beim SV Darmstadt 98 (0:3) setzte es einen ersten Dämpfer, dem zwei weitere enttäuschende Auftritte gegen den FC St. Pauli (2:2) und beim SV Sandhausen (1:2) folgten.

Die Entscheidung, sich nach nur 14 Punkten aus 13 Spielen vom erst im Sommer verpflichteten Trainer Valerien Ismael zu trennen, war zu Beginn der Länderspielpause dann keine Überraschung mehr. Neu auf der Kommandobrücke der Franken ist nun der Schweizer Rene Weiler, der mit seiner offenen Art im Training für frischen Wind sorgte. Messen lassen muss sich Weiler aber vor allem daran, ob es ihm anders als Ismael gelingt, seiner Elf eine klare Spielidee zu vermitteln.

Aufstellung 1. FC Nürnberg

Verzichten muss Weiler bei seinem ersten Auftritt auf den gesperrten Ondrej Petrak sowie die verletzten Jürgen Mössmer, Timo Gebhart, Danny Blum, Willi Evseev und Peniel Mlapa.

Voraussichtliche Aufstellung: Rakovsky – Celustka, Stark, Pinola, Ramirez – Polak, Koch – Candeias, Schöpf, Füllkrug – Sylvestr

FC Ingolstadt

Ingolstadt steht nach 13 Spieltagen nicht zufällig auf Platz eins. Sieben Siege und sechs Unentschieden sind die Folge harter Arbeit und das Verdienst von Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Handschrift sehr klar zu erkennen ist. Während die kompakte Defensive mit erst neun Gegentoren die beste der Liga ist, sorgen die schnellen Offensivkräfte nicht nur beim nahezu perfektionierten Umschaltspiel für Gefahr.

Nach zuvor vier Siegen musste sich der FCI zuletzt zwar bei Fortuna Düsseldorf (0:0) und gegen den 1. FC Union Berlin (3:3) mit Unentschieden begnügen, doch gerade wie gegen Union in letzter Minute der Ausgleich erzwungen wurde, zeigt den Charakter der Mannschaft, die äußerst geschlossen wirkt.

Dabei konnten zuletzt auch die Langzeit-Ausfälle von Stefan Lex und Danny da Costa einigermaßen kompensiert werden, nachdem Ingolstadt zuvor vom dritten bis zum elften Spieltag neunmal mit der exakt gleichen Startelf begonnen hatte. Im Vergleich zum Spiel gegen Union wird wohl Moritz Hartmann im Angriffe anstelle von Tomas Pekhart beginnen. Zunächst auf der Bank Platz nehmen dürfte der während der Länderspielpause als da Costa-Ersatz verpflichtete Tobias Levels.

Aufstellung FC Ingolstadt

Voraussichtliche Aufstellung: Özcan – Engel, Matip, Hübner, Danilo – Groß, Roger, Morales – Hartmann, Hinterseer, Leckie

Tipp

“Neue Besen kehren gut“ und “jede Serie hat einmal ein Ende“ – gleich zwei im Fußball häufig anzutreffende Floskeln, die auch beim Duell Nürnberg gegen Ingolstadt zutreffen könnten. Weil sich der Club bislang unter Wert verkaufte und der Trainerwechsel zu einem Schub führen könnte, wäre es keine Überraschung, sollte Ingolstadt auswärts den Platz wieder einmal als Verlierer verlassen.

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