Im ersten von erneut drei Sonntagsspielen des neunten Spieltages kommt es zum Kellerduell. Der 1. FC Köln empfängt den SV Werder Bremen. Es kann gut sein, dass es für einen oder gar beide Trainer dieser Teams das letzte Spiel sein wird.

1. FC Köln

Der 1. FC Köln liefert bis dato eine beispiellose Negativsaison ab, die seines gleichen sucht. Die Domstädter haben in den bisherigen 12 Pflichtspielen in dieser Saison zehn Mal verloren. Einzig im DFB Pokal gleich zu Beginn der Spielzeit sind sie souverän in die nächste Runde aufgestiegen, allerdings war alles was danach gekommen ist, war der blanke Horror.

In der Bundesliga konnten sie lediglich beim Aufsteiger aus Hannover mit dem 0:0 ihren einzigen Punkt erkämpfen und haben alle anderen Spiele verloren.

In der Euro League, für die man sich nach mehr als 20 Jahren wieder mal qualifizieren konnte, warten sie immer noch auf etwas Zählbares und haben alle bisherigen drei Partien ebenfalls verloren.

Die Krux an der Geschichte ist, dass die Mannen um Trainer Peter Stöger eigentlich einen richtig guten Fußball spielen, die Mannschaft alles gibt was Kampfgeist, Laufbereitschaft oder Einstellung betrifft. Deshalb wird dem österreichischen Coach, der es in den letzten Jahren geschafft hat, aus den Geißböcken ein vorzeigbares Bundesligateam zu machen, auch immer noch der Rücken gestärkt und an ihm festgehalten.

Aber wie lange kann das noch gut gehen. Am Donnerstag im dritten Gruppenspiel der Euro League bei Bate Borisov, als man denkbar knapp und unglücklich mit 1:0 als Verlierer die Heimreise antreten musste, wurden die Kölner Fans, die normalerweise ihr Team immer positiv unterstützen, zum ersten Mal unruhig und skandierten, die Mannschaft kämpfen sehen zu wollen und das obwohl sie das eigentlich bisher immer getan haben.

Was hilft es einem, wenn man in den bisherigen acht Bundesligaspielen nur drei Tore erzielt hat und in fünf Spielen gar ohne eigenen Treffer war. Den Vorwurf muss sich Sportdirektor Schmadtke auf jeden Fall gefallen lassen, dass sie den Toptorjäger der vergangenen Jahre, Anthony Modeste, nicht hätten ziehen lassen dürfen oder die Millionenablöse sofort in einen adäquaten Ersatz wieder investieren hätten müssen.

Am Sonntag gastiert der Vorletzte der Tabelle, SV Werder Bremen, in der Domstadt und es kann gut sein, dass sich die beiden Teams die Punkte teilen, denn vier der letzten fünf Bundesligaduelle endeten unentschieden.

Aufstellung 1. FC Köln

Kapitän Lehmann klagte vor der Begegnung bei Borisov über muskuläre Probleme, wird aber aller Voraussicht nach am Sonntag gegen Werder auflaufen können.

Neuzugang auf Seiten der Kölner, Claudio Pizarro, könnte ausgerechnet gegen seine große Liebe zum ersten Mal von Beginn an spielen.

  1. Horn – Klünter, Sörensen, Heintz, Rausch – Özcan, M. Lehmann – Jojic, Bittencourt – Osako, Pizarro
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SV Werder Bremen

Nicht recht viel besser wie den Kölnern geht es dem SV Werder Bremen. Nach acht Spielen warten sie immer noch auf den ersten Sieg in dieser Saison, haben lediglich vier Punkte auf dem Konto und auch erst drei Tore geschossen. Allerdings muss Noch-Trainer Alexander Nouri das Spiel beim FC Köln gewinnen, andernfalls wird das aller Voraussicht nach das letzte Spiel an der Seitenlinie der Hanseaten sein.

Schon letzte Woche im Spiel gegen die Gladbacher Fohlen vor heimischer Kulisse, als man mit 0:2 verlor, gab es von den Rängen in der Pause und nach der Begegnung ein gellendes Pfeifkonzert. Zu Recht, denn anders wie beim „Effzeh“ sieht es momentan nicht so aus als wäre die Mannschaft in Takt, die Lauf- und Kampfbereitschaft fehlt und Torchancen werden auch keine herausgespielt. Keine guten Vorzeichen also, um einem Trainer den Rücken zu stärken.

Aufstellung SV Werder Bremen

Gebre Selassie (fehlte zuletzt wegen Grippe) dürfte Bauer auf die Bank verdrängen.

Pavlenka – Veljkovic, L. Sané, Moisander – Gebre Selassie, Bargfrede, Augustinsson – Delaney, Junuzovic – Bartels, Belfodil

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Tipp

In vier der letzten fünf Aufeinandertreffen trennte man sich unentschieden und auch diesmal werden sich die beiden Mannschaften die Punkte teilen, was am Ende niemandem wirklich weiterhilft. Tipp: Pizarro trifft gegen seine große Liebe

 

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