Heidenheim – Aalen, erstmals findet das Ostalbderby in der 2. Bundesliga statt. Angesichts von bislang überhaupt erst vier Begegnungen mit je einem Sieg und zwei Unentschieden in Liga drei, gibt es zwar sicherlich traditionsreichere und auch brisantere Nachbarschaftsduelle, doch in der Region sorgt das Aufeinandertreffen der nur durch etwas mehr als 20 Kilometer getrennten Vereine durchaus für einen Ausnahmezustand. Die Heidenheimer Voith-Arena ist längst ausverkauft, was dem Derby einen angemessenen Rahmen gibt.

Heidenheim hat sich als Drittliga-Meister auch eine Klasse höher schnell zurechtgefunden und belegt mit nur einem Punkt Rückstand auf die Aufstiegsplätze Rang sechs. Aalen konnte am vergangenen Wochenende zwar die rote Laterne abgeben, befindet sich auf dem Relegationsplatz stehend aber nach wie vor in höchster Abstiegsgefahr.

1. FC Heidenheim

Heidenheim hat in der zweiten Liga keine lange Anlaufzeit benötigt und von Anfang an die aus dem letzten Jahr gezeigte Heimstärke bestätigt. Mit 18 Punkten aus acht Heimspielen ohne jede Niederlage ist der FCH das zweitbeste Heimteam der Liga, hat zuletzt aber auch auswärts beim FC St. Pauli (3:0) und bei der SpVgg Greuther Fürth (0:0) punkten können. Aktuell ist die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt, die im Oktober fünf Spiele in Folge sieglos geblieben war, seit vier Begegnungen ungeschlagen. Größtes Plus des Aufsteigers ist fraglos die mit 27 Treffern beste Offensive der Liga, aus der Kapitän Marc Schnatterer wie schon zu Drittliga-Zeiten weiter herausragt.

Im Vergleich zum Spiel in Fürth wird Coach Schmidt wohl keine großen Veränderungen vornehmen. Rouven Sattelmaier hat sich als Vertreter des am Kopf operierten Jan Zimmermann im Tor bewährt, ist aber nun wegen muskulären Problemen fraglich, sodass womöglich die Nummer drei Felix Körber ran muss. Eher enttäuschend war dagegen ausnahmsweise der Auftritt in der Offensive, weshalb sich Akteure wie Manuel Janzer, Alper Bagceci oder Patrick Mayer zumindest Hoffnung auf einen Einsatz machen dürfen.

Aufstellung 1. FC Heidenheim

Voraussichtliche Aufstellung: Sattelmaier – Strauß. Kraus, Wittek, Heise – Reinhardt, Titsch-Rivero – Leipertz, Schnatterer – Morabit, Niederlechner

VfR Aalen

Nach vier Liga-Niederlagen in Folge hat Aalen am vergangenen Wochenende mit dem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf für eine Überraschung gesorgt. Dabei hat die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck einmal mehr gezeigt, dass ihr Spiele gegen nominell stärkere Gegner, die das Spiel machen wollen, besser liegen. Bestes Beispiel dafür war Ende Oktober das 2:0 im DFB-Pokal gegen Hannover 96, wohingegen andere Zweitliga-Konkurrenten wie Union Berlin (1:2), Eintracht Braunschweig (1:2), der FSV Frankfurt (0:1) oder der VfL Bochum (0:4) gegen den längst als konterstark bekannten VfR größere Risiken gemieden haben. Erst drei Punkte aus acht sieglosen Spielen auf fremdem Platz verdeutlichen zudem, dass Aalen aus abwartender Haltung heraus aber längst nicht immer und gerade auswärts selten zum Erfolg kommt.

Nach dem Coup gegen Düsseldorf, der mit einer zum Teil aus der Not heraus überraschenden Aufstellung gelungen ist, wird Coach Ruthenbeck vermutlich auf einen Umbau seiner Elf verzichten. Erneut könnte damit Kapitän Leandro, der als Vertreter der verletzten Sascha Mockenhaupt und Andre Hainault eine Reihe nach hinten gerückt ist, in der Innenverteidigung beginnen. Im Angriff hat sich derweil Collin Quaner mit seinem Tor empfohlen. Mit Quaner steht ein weiterer schneller Spieler neben Nejmeddin Daghfous, Andreas Ludwig und Dominick Drexler im Team, die allesamt für das bevorzugte Umschaltspiel prädestiniert sind.

Aufstellung VfR Aalen

Voraussichtliche Aufstellung: Bernhardt – Ofosu-Ayeh, Barth, Leandro, Feick – Hofmann – Daghfous, Ludwig, Gjasula, Drexler – Quaner

Tipp

Heidenheim ist zu Hause eine Macht und spielt trotz der zwischenzeitlich schwächeren Ergebnisse immer auf einem ordentlichen bis sehr guten Niveau. Gibt es gegen Aalen keinen Ausreisser nach unten, wird sich der FCH durchsetzen, auch wenn Aalen nach dem Sieg über Düsseldorf mit frischem Selbstvertrauen anreist.

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